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Prima Klima statt dicker Luft – Vom richtigen Umgang mit der Auto-Klimaanlage (05.2010)

Das KFZ-Sachständigenbüro Brouwer gibt Tipps zur optimalen Kühlung an sonnigen Tagen

Selbstverständlich erwarten wir von einer Auto-Klimaanlage nur Gutes: Zugfreie Kühlung an heißen Tagen und gesunde, trockene Luft, selbst wenn’s draußen nach einem sommerlichen Regenguss tropisch feucht geworden ist. All das selbstverständlich bei möglichst geringen Kraftstoff- und Wartungskosten.

Häufig ist das Gegenteil der Fall. Dann fördern Klimaanlagen Erkältungskrankheiten und Muskelverspannungen sowie allergische Reaktionen. Oder sie mutieren zu Spritfressern und verursachen teure Reparaturen. Das ist vermeidbar, wenn man ein paar vernünftige Regeln beherzigt. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung gibt zum Start in den automobilen Frühling die wichtigsten Tipps zum richtigen Umgang mit der Auto-Klimaanlage.

Die richtige Temperatur

Klimaanlagen erzeugen im Wesentlichen durch zwei Faktoren ein angenehmes Raumklima: durch Temperaturabsenkung und Luftentfeuchtung. An sonnigen Tagen leisten die kühlen Luftspender nachgewiesenermaßen einen Beitrag zur aktiven Sicherheit. Entsprechende Untersuchungen zeigen: Bereits ab Innenraumtemperaturen von mehr als 24 Grad Celsius sinkt die körperliche Leistungsfähigkeit des Fahrers rapide. Mangelnde Aufmerksamkeit, schlechtere Reaktion und gesteigerte Aggressivität sind die Folge. Auf der anderen Seite sollte die Klimatisierung auch nicht zu kalt eingestellt werden. Denn bei großen Differenzen zwischen Innen- und Außentemperatur setzen wir uns ebenfalls einer unnötigen körperlichen Belastung aus.

Der KFZ-Sachverständige Johann Brouwer rät: Kühlen sie nicht zuviel. Mehr als acht Grad Differenz zur Außentemperatur sollten es möglichst nicht sein. Zwei bis drei Grad weniger als draußen ist optimal. Die meisten Autofahrer empfinden einen Temperaturbereich zwischen 20 und 24 Grad als ideal.

Optimale Luftfeuchtigkeit

Zudem entzieht die Klimatisierung der angesaugten Außenluft durch die Kühlung Feuchtigkeit und sorgt so für körperliches Wohlbefinden. Ein einfach erklärbarer physikalischer Effekt. Kühle Luft kann weniger Wasser aufnehmen als warme.

Unser-Tipp: Eine Klimaanlage verhindert das Beschlagen der Scheiben. Schalten Sie die Anlage auch bei feuchter Witterung ein. Ein zusätzliches Plus an Sicherheit für kalte Tage.

Die richtige Einstellung

Neben der optimalen Temperaturwahl sollte man auch auf die richtige Belüftung achten. Falsch ist es, das Gebläse auf Null zu drehen, denn dann schaltet auch die Klimaanlage ab. Hohe Gebläsestufen wiederum verursachen unnötig Zug und Lärm. Höherwertigere Klimaanlagen werden automatisch geregelt. Mit wenig Aufwand lassen sich die gewünschte Temperatur und die optimale Kühlung auf die zahlreichen Luftauslässe im Fahrzeug verteilen. Aber auch bei den einfacheren, weniger effizienten mechanisch geregelten Klimaanlagen findet sich in der Regel eine vernünftige Einstellung.

Richten Sie die Lüftungsdüsen im Armaturenbrett möglichst nicht direkt auf den Körper. So vermeiden sie trockene Augen und unangenehme Kälte auf der Haut. Tragen Sie bei sommerlichen Autofahrten möglichst leichte, langärmelige Kleidung. Für zugempfindliche Zeitgenossen ist das geradezu ein Muss.

Fenster zu

Die Klimaanlage funktioniert am effizientesten bei völlig geschlossenen Fenstern. Selbst kleine Spalte sind von Nachteil. So bleiben die Kühle drin und die Hitze draußen. Ausnahme: Öffnen Sie die Fenster vor dem Start kurz, wenn der Wagen länger in der prallen Sonne stand. Denn da können im Innenraum leicht Temperaturen um 60 Grad und mehr entstehen, die durch kurzfristiges Lüften schneller abgebaut werden.

Parken Sie bei Sonne möglichst im Schatten, ziehen Sie vorhandene Rollos runter. Klimaanlagen einiger teurer Modelle verfügen als Extra über eine Standlüftung zum Teil sogar mit Solarantrieb. Nützen Sie diese Technik, wenn vorhanden.


Tiefkühlung kostet Sprit

Nicht nur aus gesundheitlichen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen sollte die Klimaanlage nicht zu kalt eingestellt werden. Im Extremfall kann der Höchstleistungsbetrieb einer Klimaanlage im Stadtverkehr einen Mehrverbrauch von mehr als drei Liter pro 100 Kilometer verursachen. Andererseits kostet der vernünftige Umgang mit der Klimatisierung nur mäßig Sprit, bei Überlandfahrten zum Teil deutlich weniger als einen halben Liter pro 100 Kilometer. Ein akzeptabler Preis für den gewaltigen Komfortgewinn.

Regeln Sie auch aus Verbrauchsgründen große Hitze im Auto möglichst nicht mit voller Leistung runter. Allenfalls ein erster dreiminütiger Kick ist akzeptabel. Stellen Sie bei Automatikanlagen die Wunschtemperatur anfangs ein bisschen höher ein und reduzieren sie diese schrittweise. Das senkt den Lärmpegel des Gebläses.

Umluft intelligent nutzen

Klimaanlagen verfügen über eine so genannte Umluftschaltung, welche bei Bedarf die Frischluftzufuhr ins Fahrzeug stoppt und stattdessen die vorhandene Luft umwälzt. Das spart Energie, weil im Umluftbetrieb anstelle der warmen Außenluft die bereits vorgekühlte Luft des Innenraums zirkuliert. Sofern die Klimaanlage nicht über einen so genannten Luftgütesensor verfügt, der in bestimmten Situationen die Umluftschaltung automatisch aktiviert, sollte man zumindest bei Tunneldurchfahrten oder im Stau den Schalter drücken, um so die Schadstoffbelastung im Innenraum zu reduzieren. Dennoch empfiehlt es sich nicht, ständig im Umluftbetrieb zu fahren, weil so dauerhaft keine Frischluft mehr ins Wageninnere gelangt und die Luft zu trocken wird.

Zumindest bei Umluftbetrieb der Klimaanlage sollten Sie im Fahrzeug nicht rauchen, da sich der angesaugte Rauch auf dem Verdampfer der Kühlanlage absetzt und so zu dauerhaften Geruchsbelästigungen führen kann.

Klimaanlage regelmäßig einschalten

Der Klimaanlage gebührt ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit. Halten Sie den Lufteinlass vor der Frontscheibe von Blättern frei, damit die Klimaanlage frei „atmen“ und effizient arbeiten kann. Decken Sie aus demselben Grund auch im Innenraum die Lüftungsdüsen nicht ab. Schalten Sie die Klimaanlage auch an kühlen Tagen zumindest zeitweise ein, um so den Kühlkreislauf immer wieder zu aktivieren. Das schmiert die Dichtungen, damit sie nicht verspröden und beugt so drohendem Kühlmittelverlust vor. Vorzeitige Reparaturen werden so vermieden.

Gönnen Sie ihrer Klimaanlage – auch im Winter! – wöchentlich einen mindestens zehnminütigen Betrieb, um das Kältemittel im Kreislauf zu halten.

Regelmäßige Wartung

Klimaanlagen brauchen Wartung. Ist die Anlage noch dicht? Stimmt der Füllstand des Kältemittels? Sinkt die Kühlleistung spürbar, deutet das auf einen Verlust des Kühlmittels hin. Nachfüllung ist unbedingt erforderlich, um teure Folgeschäden beispielsweise am Kompressor der Anlage zu vermeiden.

Lassen Sie die Klimaanlage am besten im Rahmen der ohnehin empfohlenen Inspektionen von der Fachwerkstatt überprüfen. Bei dieser Gelegenheit sollten auch Undichtigkeiten etwa durch Austausch gealterter Schläuche und Dichtungen beseitigt, die Anlage gereinigt und fehlendes Kühlmittel nachgefüllt werden.

Vorsorge für Allergiker

Klimaanlagen sollten normalerweise keine Pollenschleudern sein oder gar Brutstätten für Pilze und Bakterien. Das lässt sich in der Regel schon durch den vom Hersteller empfohlenen Filterwechsel und entsprechende Reinigung im Rahmen der Inspektion sicherstellen. Dennoch können sich in Einzelfällen entsprechende Keime im Filter ansiedeln oder verschmutzte Verdampfer unangenehme Gerüche speichern, die dann durch die Lüftung in den Fahrzeuginnenraum gelangen. Ein Problem zumal für Allergiker. Abhilfe schaffen da im Extremfall nur die vom Hersteller empfohlenen häufig chemischen Reinigungsmethoden durch die Fachwerkstatt.

Schalten Sie vor Fahrtende die Klimatisierung rechtzeitig aus, lassen aber das Gebläse noch weiterlaufen. So verringern Sie die Kondenswasserbildung in der Anlage und damit die Gefahr der Keimansiedelung.


mit freundlicher Unterstützung der GTÜ


Herforder Str. 20  --  32105 Bad Salzuflen  --  Tel: 0 52 22 / 5 90 88  --  Fax: 0 52 22 / 5 85 14  --  E-Mail: info(at)Brouwer.biz

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